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Künstlerportrait
(Auszüge aus „Sovak – Arbeiten auf Papier“ - Konrad Oberhuber – Albertina)
Pravoslav Sovak, 1926 in Böhmen geboren, gehört seinem Geburtsjahrgang nach
zu einer Gruppe von Künstlern, die der eigentlichen Pop-Art und
Minimal-Artgeneration vorausging, die zwischen 1928 und 1935 zur Welt kam, wie
etwa Jasper Johns, Andy Warhol, James Rosenquist usw. Charakteristisch für sie
ist eine aggressive Dynamik in der Komposition, eine Vorliebe für Farben und ein
Sinn für einem monumentale und zugleich einfache Gestaltung grosser räumlich
wirksamer Oberflächen, die alle den Künstlern davor nicht im selben Masse eigen
sind.
Sovak teilt seine Vorliebe für klare Strukturen, die sich bei ihm zu
vertikal-horizontalen Netzen, Dreiecken, Pyramiden oder Diagonalanordnungen
ausformen und verdichten können, andererseits die Entdeckung der künstlerischen
Aussage der Nebenprodukte menschlicher Kultur vor allem in seinem Falle der
Medienwelt. Die Ikonen des Alltages, die Zeitungsbilder mit ihren durch die
Reproduktionstechnik der Auflösung in Punkte verschwommenen Formen, oder die
Schönheitsklischees, vor allem aber die Produkte der eigenen Kamera werden in
den sechziger Jahren zum Basismaterial seiner Graphiken. Sovak bejaht die
Produkte der Mediengesellschaft, Reproduktion und Television, verwandelt diese
aber in poetische Bilder, durch die am Ende in der Begegnung zwischen innerlich
erlebter geometrischer Struktur und technisch übermittelten Bildern der
Aussenwelt wahre Welterkenntnis in Erscheinung tritt. Hinter der Maske äusserer
Abbilder vermag die ordnende Kraft des geometrisierenden Geistes etwas vom Wesen
des Daseins enthüllen.
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